

September 2008
FEST IM GRIFF
Trent Fisher, SAS Automation LLCDIE WAHL DES GEEIGNETEN GREIFERSYSTEMS Um Roboter
flexibel einzusetzen, ihre Leistungsfähigkeit zu
erhöhen und Kosten zu senken, ist für den
Verarbeiter entscheidend, welchen Greifer er
einsetzt. Viele Verarbeiter berücksichtigen das bei
der Anschaffung eines Roboters oft nicht ausreichend.
Bei der Entwicklung des
Automatisierungsprozesses sollte der Verarbeiter
zuerst die gesamten Produktions- und Montageabläufe
untersuchen. Denn um eine kostengünstige Lösung für
die Montage des Produkts zu erhalten, muss kritisch
untersucht werden, welche Abläufe sich kombinieren
und welche sich ausklammern lassen.
Ist die Produktions-
und Montageanalyse abgeschlossen, sollte der
Verarbeiter untersuchen, welcher Greifer sich für
die anstehende Aufgabe am besten eignet: So kommen
beispielsweise leichtere Greifer zum Einsatz, um
Zykluszeiten zu erhöhen und den Verschleiß am
Roboter zu
verringern. Die Greiferoptionen hängen von der Art
der Teile ab, die gegriffen werden sollen. Am
häufigsten kommen anwendungsspezifisch gefertigte
Greifer, Greiffinger oder Vakuumsauger zum Einsatz.
Entscheidungen werden anhand der zu handhabenden
Teile getroffen: handelt es sich um schwere oder um
leichte Teile, empfindliche, unhandliche oder um
Teile mit Klasse-A-Oberflächen.
Anwendungsspezifische Greifer
Anwendungsspezifische Greifer eignen sich
beispielsweise für Multi-Funktions- Anwendungen, für
die Standard-Greifer oft nicht eingesetzt werden
können. Teile, die gedreht oder in einer bestimmten
Richtung ausgerichtet werden müssen, profitieren
ebenfalls von einer anwendungsspezifischen Lösung.
Solche Greifer werden eingesetzt für
Umspritzanwendungen oder Verpackung/Palettierung
oder wenn der Prozess weitere Abläufe wie Schneiden
oder Montage erfordert. Als Alternative zu
anwendungsspezifischen Greifern können
programmierbare Greifersysteme eingesetzt werden.
Diese Greifersysteme ersetzen oft auch die Anwendung
verschiedener Greifer.
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Der richtige Greifer
ist entscheidend, um den Roboter effektiv
einzusetzen.

Um sicherzustellen,
dass der richtige Greifer auf den Roboter montiert
wird, können die Greifer mit RFID-Etiketten
ausgerüstet werden. |
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Der Verarbeiter hat
bei seiner Roboterauswahl mehrere Möglichkeiten: Er
kann je nach Aufgabe Zweiachs-, Dreiachs-, Mehrarm-
und Gelenkarmroboter einsetzen. Hier kann ein gutes
Greifersystem die Notwendigkeit einer weiteren
Roboterachse überflüssig machen. Das Ziel ist,
Arbeitskosten einzusparen, Ausfallzeiten zu
verringern, Zykluszeiten zu erhöhen, die
Prozessverbesserung sowie das richtige Handhaben der
Teile. Deshalb muss für eine effektive und
kostengünstige Anwendung der Greifer auch zum
Roboter passen.
Damit zusammen kommt
was zusammen gehört, können Verarbeiter
beispielsweise ihre Greifer mit RFID-Etiketten
ausrüsten, um automatisch sicherzustellen, dass der
richtige Greifer auf dem richtigen Roboter montiert
wurde. Das Roboter-Anwendungs-Programm bestätigt
dann, dass alle kritischen Vorrichtungen richtig
installiert sind. Diese Möglichkeit verhindert teure
Schäden bei Systemzusammenbrüchen, reduziert
Personalkosten und sorgt für Sicherheit beim
Systemwechsel.
Schnelle
Wechsel möglich
Für viele Anwendungen empfiehlt es sich, Greifer
einzusetzen, die so konstruiert sind, dass sich
schnelle Wechsel realisieren lassen. Denn gerade in
Bearbeitungszentren werden mehr als ein Teil
gefertigt – so muss der Greifer flexibel sein und
schnelle Wechsel leicht bewältigen können. So sorgt
der Gebrauch von anpassungsfähigen, modularen
Werkzeugkomponenten, die leichtgewichtig und
schnellwechselfähig sind, gekoppelt mit flexibel
programmierbaren Robotern für eine kosteneffiziente
Produktion. Oft wird der Greiferrahmen in
Leichtbauweise gebaut und mit einem
Schnellwechselsystem versehen.
Damit Greifer und
Roboter gleichzeitig und/oder fortschreitend
Arbeiten ausführen können, braucht der Greifer den
Roboter um ihm Nachrichten über den Greifvorgang zu
senden. Hierzu ist darauf zu achten, dass genügend
Kontrollausgänge und -eingänge vorhanden sind.
Bearbeitungszentren, die eine große Bandbreite an
Teilen verarbeiten, brauchen eigene Sondergreifer,
die so konstruiert sind, dass sie viele
Konfigurationen von Teilen aufnehmen können.
Greifer finden auch
in Qualitätssicherungssystemen ihren Einsatz: Sicht-,
Druck- oder Positionssensoren bestätigen, dass ein
Spritzgussteil vorhanden ist oder teilen mit, dass
ein Ereignis stattgefunden hat wie
Greifer-Stillstand oder Ablage von Einlegeteilen.
Sensoren können für Greifer-Identifizierung benutzt
werden und herausfinden, ob der richtige Greifer für
die eingesetzte Spritzgussform und oder die richtige
Grundplatte verwendet wurde. Die Änderung von
Sensoren kann leichter mit entsprechenden Steckern
erreicht werden. Mit einer Sensor-Logik-Box auf dem
Schnellbaugreifer lassen sich Controller leicht von
PNP auf NPN über einen Schalter ändern. Zusätzlich
sind Sensoren und Sensor-Logik- Boxen mit
Standardsteckern schneller und leichter zu warten.
Griffbereit Damit ein
Roboter mit optimaler Leistung arbeiten kann, ist es
wichtig, den geeigneten Greifer einzusetzen.
Verarbeiter sollten deshalb vor Beginn der Fertigung
überprüfen, ob alle grundlegenden Fragen ihrer
Automatisierungsprozesse beantwortet sind. Können
beispielsweise Schritte wegfallen, lassen sich
dadurch Kosten sparen. Bei der Wahl des geeigneten
Greifers sind Fragen zu klären über die Qualität der
zu handhabenden Teile oder über die schnelle
Wechselfähigkeit. Autor
Trent Fisher, Geschäftsführer, SAS
Robotergreifsysteme, Karlsruhe, tfisher@sas-automation.com
About SAS Automation
SAS is a leading
supplier of modular EOAT components and robotic
gripper systems – capable of servicing any part and
any robot. SAS manufactures in the U.S. “get a
grip!”, and distributes “nip it!” Nile sprue
nipper line, and “GRIP IT!“ Asian chucking/gripper
line. SAS is ISO 9001:2000 Quality Certified and
specialists in robotic end-of-arm tooling & gripper
systems, sprue nippers, CNC degating & Insert Mold
tooling for manufacturing, packaging & plastics
industries.
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